Erdbeben in Nepal

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undefinedSpendenaufruf

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Deutsch-Nepalische Hilfsgemeinschaft e.V.

Commerzbank Bank Stuttgart 
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BIC: DRESDEFF600

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01.10.2017 | Kontinuierliche Baufortschritte

Unser Team in Nepal leistet exzellente Arbeit. Inzwischen konnten 46 Schulgebäude fertiggestellt werden, 25 davon sind Neubauten (2-Klassenmodule), 21 Schulgebäude sind repariert. Wir kommen dem Ziel immer näher, die Infrastruktur der von uns betreuten Schulen komplett wiederherzustellen.

Bahradevi PS, Sindhupalchowk
Tripura Sundari LSS, Dolakha
Orbang PS, Dhading

04.07.2017 | Der Wiederaufbau geht zügig voran

In den letzten Wochen konnte der Wiederaufbau bzw. die Reparatur weiterer Schulgebäude abgeschlossen werden. Es sind mittlerweile neben den 20 neu errichteten 2-Klassenmodulen 12 Schulgebäude komplett repariert.
Weitere 9 neue Module sind derzeit im Bau, weitere 10 beschädigte Gebäude werden repariert. Der 2-geschossige Neubau in Lilakali schreitet gut voran. Weitere Bauten sind in Planung.

Wir hoffen, bis Mitte 2018 die Infrastruktur der von uns geförderten Schulen komplett wiederhergestellt zu haben.

Chandeswori LSS, Dhading
Großbaustelle Lilakali SS, Dhading
Sunkanya PS, Dhading

19.05.17 | Film über den Schulwiederaufbau

Die Organisation Opens external link in new windowECCA (Environmental Camps for Conservation Awareness), ein langjähriger nepalesischer Partner, der in den Bezirken Dhading, Kavre und im westlichen Teil von Sindhupalchowk für uns die Bauleitung vor Ort vornimmt, hat einen netten kleinen Film über unsere erfolgreiche Kooperation gedreht. 

Opens external link in new windowzum Film

30.04.2017 | 2 Jahre danach - 20 Schulgebäude neu errichtet

2 Jahre nach dem verheerenden Erdbeben sind wir unserem Ziel, die Infrastruktur der von uns geförderten Schulen wiederherzustellen, ein großes Stück näher gekommen. 
Wir konnten bisher 20 MGML-gerechte Modulbauten mit je 2 großen Klassenzimmern fertigstellen und ihrer Bestimmung übergeben. Weitere sind im Bau. Darüberhinaus haben wir zahlreiche Schulgebäude repariert. 
Dies alles war uns nur möglich durch ein hochmotiviertes und schlagkräftiges Team vor Ort und zahlreiche große und kleine Spender hier in Deutschland.
Ein großer Dank an alle Spender und Beteiligte!

Basuki Devi PS, Sindhupalchowk
Kanyadevi SS, Dhading
Kanyadevi SS, Dhading
Kanyadevi SS, Dhading
Singeswori PS, Sindhupalchowk
Chhahare PS, Dolakha

06.02.2017 | Es geht kontinuierlich voran

Unsere Bauteams in Nepal konnten weitere Bauten abschließen bzw. neu beginnen. In Lilakali im Distrikt Dhading wurde Anfang Februar der Grundstein für unsere größte Baumaßnahme gelegt, ein 2-geschossiges Gebäude mit insgesamt 8 Klassenzimmern.
In Badalgaon in Kavre fand ein Kurs zur Herstellung von Erdziegeln statt, deren Form an überdimensionierte Legosteine erinnert. Durch die Verzahnung sind Bauten mit diesen Ziegeln besonders erdbebensicher. 4 dieser von uns erworbenen handbetriebenen Ziegelpressmaschinen kommen an verschiedenen Standorten zum Einsatz.

Grundsteinlegung Lilakali, Dhading
Großbaustelle Lilakali, Dhading
Baubeginn Baliyoti, Dhading
Fertigstellung Namobuddha PS, Kavre
Herstellung von "Legobausteinen"
Fertige "Legobausteine"

08.01.2017 | Weitere Baumaßnahmen gestartet

Dank Ihrer großzügigen Spendenbereitschaft können wir weitere Schulen in Angriff nehmen. Insgesamt sind es jetzt 26 Standorte, an denen gebaut wird oder die bereits fertiggestellt werden konnten.

Mahendra Barahi HSS, Dhading
Chandeswori LSS, Dhading
Vishnu Adyatmik Sanskrit PS, Sindhupalchowk

03.12.2016 | Weitere Schulgebäude fertiggestellt

Cherdung PS, Dolakha, Gebäude repariert
Kundala LSS, Dhading, 2 neue Module fertiggestellt
Singeswori PS, Sindhupalchowk, Gebäude repariert

13.11.2016 | Erste Schulgebäude fertiggestellt

Nach einer Baupause, bedingt durch das Dashain- und Tiharfest, wurden jetzt die ersten Gebäude fertiggestellt. Weitere folgen demnächst.

Janakalyan SS, Kavre, Gebäude repariert
Kanyadevi LSS, Dhading, neues Modul fertiggestellt
Tikhatal PS, Dolakha, Gebäude repariert

16.10.2016 | Erfreuliche Baufortschritte

Wir kommen mit dem Wiederaufbau bzw. der Reparatur von Schulgebäuden zügig voran. Zur Zeit können wir an 18 Standorten gleichzeitig bauen. Mehrere Gebäude sind im Rohbau fertiggestellt. Nach dem Tiharfest werden wir weitere Standorte in Angriff nehmen.
Ein großer Dank gilt allen Spendern, die dies ermöglichen, den kleinen und großen, den privaten und institutionellen Spendern.

Kutidanda HSS, 2 Gebäude repariert
Tikhatal PS, Reparatur bald fertig
Cherdung PS, Reparatur in vollem Gange
Chahare PS, 2 Neubauten gestartet
Nawajyoti LSS, 2 Neubauten begonnen
freut sich auf die neue Schule

17.08.2016 | 1. Schulmodul im Rohbau fertiggestellt

In Kanyadevi im Bezirk Dhading konnten wir das erste neue Schulmodul im Rohbau fertigstellen. Weitere werden in den nächsten Wochen folgen.
An einigen Standorten wie Setidevi und Tikhatal im Bezirk Dolakha sind die Tragwerke der Schulgebäude intakt geblieben. Hier werden die zerstörten Mauern abgetragen, wiederverwendbares Material wie Türstöcke und Fensterrahmen werden gesichert. Anschließend werden die Mauern, mit Erdbebenbändern versehen, erdbebensicher wieder hochgezogen. 

Kanyadevi LSS, Mauerbau
Kanyadevi LSS, fertiger Rohbau
Kanyadevi LSS, fertiger Rohbau
Setidevi LSS, Vorbereitungen zur Reparatur
Tikhatal PS, zerstörte Mauern
Tikhatal PS, zerstörte Mauern abgetragen

15.07.2016 | Bautätigkeit auch in der Monsunzeit

Nach monatelangen Verzögerungen haben wir im Juni endlich die schriftlichen Bestätigungen für unsere Baugenehmigungen erhalten. Auch während der Monsunzeit wird an 5 Schulstandorten im Bezirk Dhading und an 4 im Bezirk Dolakha weitergebaut. 
In Badalgaon, dem Standort unseres Lehrertrainingscenters, wurde für einen Lehrer, der sein Haus verloren hatte, exemplarisch ein Erdsackhaus errichtet.

Genehmigtes Schulmodell
Kundala HSS
Kundala HSS
Gyanodaya LSS
Narayana Devi PS
Erdsackhaus in Badalgaon

13.05.16 | Rasche Baufortschritte an den ersten Standorten

Wir versuchen, an möglichst vielen der 10 in Angriff genommenen Standorte noch vor Beginn des Monsuns soweit zu kommen wie in der Kundala Higher Secondary School im Bezirk Dhading, damit dann in der Regenzeit weitgehend witterungsunabhängig weitergebaut werden kann.

Kundala HSS nach dem Erdbeben
Neubauten in Kundala
Neubauten in Kundala

24.04.16 | Endlich ist es so weit - Wiederaufbau der ersten Schulen

Nach monatelangen Verzögerungen durch die Versorgungskrise und fehlende staatliche Vorgaben ist es nun so weit. Wir nehmen mit 2 Bauleitungsteams gleichzeitig an 10 Standorten in den Distrikten Dhading und Dolakha den Wiederaufbau der Schulen in Angriff. Wir haben die Standorte ausgewählt, die am weitesten entfernt liegen bzw. in der Regenzeit schwierig zu erreichen sind.
Für weitere Schulbauten haben wir in verschiedenen Metallbaubetrieben die Tragwerke in Auftrag gegeben, um sie möglichst noch vor Beginn des Monsuns an die Standorte zu transportieren. So können wir auch während der Regenzeit weiterbauen.
Nach frustrierend langer Wartezeit sind jetzt auch die von Hand zu betreibenden Ziegelpressmaschinen eingetroffen, die monatelang wegen der Grenzblockade und wegen Zollproblemen festhingen. Mit ihnen können direkt in den Dörfern Erdziegel hergestellt werden, deren Form an überdimensionierte Legosteine erinnert. Wände aus diesen Ziegeln sind zusammen mit den empfohlenen Verstärkungen erdbebensicher, benötigen keinen Putz und sind billiger als herkömmliche Ziegel, die u.U. von weit her transportiert werden müssen. Mit der Herstellung der Ziegel werden zudem Arbeitsplätze vor Ort geschaffen.

Materialankunft Gyanodaya LSS, Katunje Dhading
Arbeiten am Fundament
Arbeiten am Fundament
Arbeiten am Fundament
Kleine Maschine mit großer Wirkung
Wie Legobausteine: erdbebensichere Ziegel

06.03.16 | Versorgungssituation normalisiert sich

Seit 5.2.16 ist der wichtigste Grenzübergang zu Indien wieder offen. Wichtige Versorgungsgüter kommen wieder ungehindert ins Land. Als erfreuliche Folge normalisiert sich die Versorgungssituation allmählich. 
Im Dezember hat die staatliche Wiederaufbaubehörde ihre Arbeit aufgenommen und inzwischen Bauvorschriften für den Wiederaufbau erlassen. 
Es sind damit endlich die Grundvoraussetzungen gegeben, damit wir mit dem Wiederaufbau der Schulen beginnen können.

17.01.16 | Maßnahmen in der Versorgungskrise

Die Versorgungskrise hält an, da die Grenze zu Indien immer noch weitgehend blockiert ist. Treibstoff und Kochgas sind immer noch sehr knapp und nur zum 4-5 fachen des normalen Preises erhältlich. Auch Lebensmittel sind deutlich teurer geworden.
Wir haben uns deshalb in der DNH entschlossen, unser im Rahmen der Erdbebenhilfe begonnenes Schulspeisungsprogramm fortzuführen. Darüber hinaus haben wir mithilfe großzügiger Einzelspenden warme Decken für höher gelegene Dörfer in Dolakha gekauft und verteilt. Der Einsatz unserer Mobile Dispensary geht unverändert weiter und es ist zur Zeit besonders wichtig, dass wir zu den Patienten kommen, da die Mobilität der Bevölkerung durch die hohen Transportkosten deutlich eingeschränkt ist.
Bezüglich unserer Wiederaufbaumaßnahmen in den Schulen sind wir in den Startlöchern, werden durch den Treibstoff- und Baustoffmangel aber immer noch ausgebremst. Dennoch konnten wir unser Lehrertrainingscenter in Badalgaon fertigstellen. Wir stützten den Hang unter dem Gebäude mit einem Erdsackwall ab. Diese Baumaßnahme benötigte keinen größeren Materialtransport und machte die Dorfbewohner mit einer neuen Bautechnik bekannt, die ihnen beim Wiederaufbau der eigenen Häuser nützlich sein kann. Hier fand also ganz nebenbei ein Technologietransfer statt.

wärmende Decken
Mobile Dispensary
Trainingscenter Badalgaon
Stützmauer in Erdsackbauweise
Einweihung
Trainingscenter in Betrieb

08.12.15 | Versorgungskrise in Nepal

Nepal steckt in einer tiefen Versorgungskrise. Die blockierte Grenze zu Indien hat einen gravierenden Engpass an Treibstoff und wichtigen Gütern zur Folge.
Alle staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen, auch die DNH, können deshalb derzeit die geplante Wiederaufbauarbeit nicht in Angriff nehmen. Ein Hoffnungsschimmer ist, dass von der nepalesischen Regierung jetzt endlich konkrete Gespräche mit den Konfliktparteien geführt werden, um die Versorgungskrise zu beenden.

Lesen Sie dazu einen undefinedaktuellen Lagebericht von Sabine Pretsch.

Feuerholzlieferungen
überfüllte Busse

28.10.15 | Die aktuelle Situation in Nepal im Oktober 2015

Rundbrief (gekürzt) von Sabine Pretsch

undefinedRundbrief

25.10.15 | Die Planungen zum Wiederaufbau schreiten voran

Im September und Oktober war unser nepalesisches Schulteam zusammen mit unseren Vorsitzenden Andreas Falk und Dr. Richard Storkenmaier und einem Bauingenieur von Opens external link in new windowECCA, einer nepalesischen NGO mit der wir seit Jahren erfolgreich zusammenarbeiten, in den Bezirken Dhading, Dolakha und Sindhupalchowk unterwegs, um die Planungen für den Wiederaufbau voranzubringen. Sie haben 30 teilweise oder ganz zerstörte Schulen besucht, die Schäden aufgenommen und konkrete Wiederaufbaupläne erstellt. ECCA wird für uns den Wiederaubau koordinieren.
Für den Ersatz komplett zerstörter Schulen haben wir ein Standardmodul entwickelt, das den Bedürfnissen unseres undefinedMGML-Unterrichtes gerecht wird. Die Gebäude werden ein Stahlgerüst haben und sind nur bis zur Fensterhöhe fest gemauert. Das Baumaterial dafür richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten (Gabione, verzahnte Ziegel...). Die Wände darüber werden in Leichtbauweise erstellt. Dadurch erreichen wir ein sehr hohes Maß an Erdbebensicherheit.

Sobald die konkreten Baugenehmigungen vorliegen, werden wir mit dem Wiederaufbau beginnen. Wir rechnen mit Baubeginn im Dezember. Insgesamt wird der Wiederaufbau mindestens 2 Jahre in Anspruch nehmen. Bis zur Fertigstellung der Neubauten findet der Unterricht weiterhin in Behelfsschulen statt, die zwischenzeitlich größtenteils recht stabil und zweckdienlich sind.

zerstörte Schule
reparierbare Schule
Behelfsschule
Standardmodul

25.10.15 | Bericht über unsere Maßnahmen nach dem Erdbeben

6 Monate nach dem Erdbeben haben wir in einem detaillierten Bericht zusammengestellt, was wir mit den Spendengeldern bisher bewirken konnten.

undefinedBericht

13.09.15 | Wiederaufbau nach dem Monsun

Unsere überbrückenden Maßnahmen wurden während der laufenden Monsunzeit fortgeführt.
Die Dispensary ist neben ihrer Tätigkeit im Bir Hospital weiterhin als "mobile dispensary" in den betroffenen Bergregionen vor Ort unterwegs. 
Alle Schüler der von uns geförderten Schulen erhalten täglich eine Schulspeisung. Die Schüler wurden als Zeichen des Neubeginns mit neuen Schuluniformen und Schulranzen ausgestattet. Der Unterricht findet regelmäßig in notdürftig reparierten Schulen und provisorischen Bauten statt.
Wir stehen vor der großen Herausforderung des Wiederaufbaues der Schulen. Das Ausmass der Zerstörung ist exemplarisch in den nachfolgenden Bildern dargestellt. Nach dem Monsun und den großen Festen Dashain und Tihar wollen wir baldmöglichst mit dem Bau beginnen.

nach dem Erdbeben: Tripura LSS, Dolakha
vor dem Erdbeben: Tripura LSS, Dolakha
nach dem Erdbeben: Laligurans PS, Sindhupalchowk
Behelfsbau: Laligurans PS, Sindhupalchowk

03.08.15 | 100 Tage nach den Erdbeben

Es ist jetzt 100 Tage her, dass in Nepal die Erde gebebt hat, Zeit nochmals Bilanz zu ziehen.
Die geplanten akuten Hilfsmaßnahmen sind jetzt weitgehend umgesetzt. Die DNH hat in den mittlerweile 62 Dörfern, in denen von uns betreute Schulen stehen, neben Lebensmitteln und Medikamenten über 800 Zeltplanen verteilt. Darüber hinaus wurden 4300 Wellblechplatten geordert. So konnten behelfsmäßige Klassenräume geschaffen werden, mit denen in allen Schulen der Schulbetrieb gesichert ist. Die Wellbleche werden neben den Behelfsbauten vor allem aber für den Wiederaufbau Verwendung finden. In allen Grundschulen findet bis zum Ende des Monsuns eine Schulspeisung statt, die von der DNH finanziert und von den Müttergruppen organisiert wird. 3500 Kinder profitieren täglich davon. Die meisten Kinder haben als Zeichen des Neubeginns zwischenzeitlich eine neue Schuluniform und einen Schulranzen nebst Lernmitteln bekommen. Sobald es die Straßenverhältnisse in der Monsunzeit zulassen, werden alle Kinder "unserer" Schulen damit ausgestattet sein.
Unsere Dispensary (Armenapotheke im Bir Hospital) hat mit Unterstützung nepalesischer Ärzte im Rahmen der Erdbebenhilfe ihr Einsatzgebiet ausgedehnt und in den ersten Wochen nach dem Erdbeben in Bergregionen 7 mehrtägige Health Camps durchgeführt, in denen jeweils Hunderte von Patienten versorgt wurden.
Für die zahlreichen Transporte war es eine große Hilfe, dass wir uns durch eine großzügige zweckgebundene Spende einen eigenen Pickup zulegen konnten.

Nach Ende der Akuthilfe laufen jetzt die Planungen für den Wiederaufbau, der im November nach der Monsunzeit und dem Dashainfestival beginnen soll. Von den 62 Schulen müssen viele komplett neu gebaut, bei anderen Klassenräume ergänzt oder Reparaturen durchgeführt werden. Für die neu zu errichtenden Gebäude und Klassenräume haben wir bereits bedarfsgerechte Standardgrundrisse entworfen. Bezüglich einer erdbebensicheren Bauweise laufen Prüfungen und intensive Diskussionen. Mehrere Bauarten und Baumaterialien stehen zur Auswahl. Letztendlich müssen wir hier die staatlichen Bauvorgaben abwarten, die immer noch ausstehen.
Unser Schulprogramm (Einführung der Opens internal link in current windowMGML-Methode) läuft trotz der schwierigen äußeren Umstände weiter. Es finden wieder Schulungen von Lehrern statt. Unser Schulprogramm haben wir zu Beginn des Schuljahres im April von 50 auf 62 Schulen ausgedehnt. Demnächst geht unser Schulteam zusammen mit den Schulbehörden in eine 8-tägige Klausur, um die Lernmaterialein für die Klassenstufe 4 zu entwickeln, in der ab dem nächsten Schuljahr (April 2016) die MGML-Methode eingeführt werden soll.
Die Dispensary wird die Health Camps in den Bergdörfern zu einer dauerhaften Institution machen. Wir wollen jeden Monat in einem Bezirk ein mehrtägiges Health Camp durchführen. In den nächsten Tagen wird das erste im Bezirk Dolakha stattfinden.

All diese Maßnahmen können wir nur aufgrund einer außerordentlichen Spendenbereitschaft ergreifen, für die wir ganz herzlich danken.
Für den Wiederaufbau der Schulen brauchen wir ein langen finanziellen Atem. Dazu hoffen wir weiterhin auf Ihre Solidarität.

Schulspeisung
Schuluniformen
Schulutensilien
Schulranzen

21.06.15 | Erste Zwischenbilanz

Die Erde in Nepal ist noch immer nicht zur Ruhe gekommen. Seit dem ersten Beben sind inzwischen knapp 2 Monate verstrichen. Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen.

Unseren Spendenaufrufen war ein für unsere Maßstäbe überwältigendes Echo gegönnt.

Nun hat der Monsun in Nepal Einzug gehalten. Unsere Sofort-Hilfsmaßnahmen zeigen bereits eine gute Wirkung, so dass die von uns versorgten Menschen den Widrigkeiten dieser Jahreszeit besser begegnen können:

So fahren Mitarbeiter unserer Armen-Apotheke zusammen mit medizinischem Personal des Bir-Hospital regelmäßig in entlegene und schwer betroffene Bergdörfer. An einem einzigen Tag können dann Hunderte von Bewohnern medizinisch versorgt werden.

Leider ist der Großteil der von uns unterstützten 50 Schulen zerstört worden. Wir haben dafür gesorgt, dass der Schulbetrieb, wenn auch oft unter provisorischen Bedingungen, wieder aufgenommen werden konnte. Mit Wellblech und Zeltplanen haben wir zumindest improvisierte Klassenräume schaffen können. Insgesamt wurden über 800 Zeltplanen an die Dörfer verteilt.

Müttergruppen sind in den zerstörten Dörfern als ordnende Kräfte enorm wichtig. Wir haben ihnen Küchenausrüstungen zur Verfügung gestellt und finanzieren Lebensmittel, so dass sie für die 3500 von uns unterstützten Schüler bis zur Ernte im Oktober an jedem Schultag eine warme Mahlzeit zubereiten können.

Lehr- und Lernmaterialien, die beim Beben verlustig gegangen sind, was sehr oft der Fall ist, werden durch uns neu angeschafft. Als Ausgleich für verloren gegangene Kleidung und als Zeichen des Neuanfanges bekommen alle 3500 Schüler eine neue Schuluniform.

Nach der Regenzeit geht es an den eigentlichen Wiederaufbau. Wir werden die Schulen, mit denen wir im Rahmen der Einführung besserer pädagogischer Methoden sowieso schon zusammenarbeiten, wieder aufbauen und den dort lernenden Kindern eine gute schulische Zukunft bieten. 

Wir sind zuversichtlich, dass Sie uns bei dieser Mission unterstützen, so wie Sie das schon immer für unsere Arbeit getan haben. 

Schulspeisung
Schulspeisung
Behelfsbau
Stoffe für Schuluniformen

08.06.15 | Aktivitäten der Dispensary

Der Normalbetrieb unserer Dispensary läuft in den bisherigen Räumlichkeiten im Bir Hospital reibungslos weiter.
Darüberhinaus sind unsere Mitarbeiter zusammen mit nepalesischen Ärzten mit Health Camps dort unterwegs, wo die Hilfe am nötigsten ist: in den Bergdörfern. Es werden jede Woche 1-2 Health Camps abgehalten, in denen jeweils Hunderte von Patienten behandelt und mit Medikamenten versorgt werden können.

In manchen Dörfern sind die Brunnen zerstört und der Zugang zu sauberem Wasser ist problematisch. Hier hilft die Dispensary mit fachlicher Unterstützung durch  ECCA www.ecca.org.np/pages/homepage.php mit einfachen Wasserchlorierungsanlagen einer Schweizer Firma, Watasol. Mit elektr. Energie (z.B. Solarstrom) wird aus Kochsalz Natriumhypochlorit hergestellt. Die Leistung einer solchen Anlage reicht für die Entkeimung von täglich 4000 l Wasser. Diese Anlagen können nach entsprechender Einweisung von Verantwortlichen im Dorf problemlos selbst betrieben werden.

Apothekerin Enne Singh und Nar Bahadur im Einsatz
Anreise zu Fuß
Zahnärztliche Versorgung
Einweisung Wasseraufbereitung

08.06.15 | Schulbetrieb wieder aufgenommen

Ein wichtiger Schritt Richtung Normalität, vor allem für die Kinder, war die Wiederaufnahme des Schulbetriebes in den meisten Schulen vor gut 1 Woche. Da die Mehrzahl der von uns betreuten Schulen schwer beschädigt oder zerstört ist, findet der Unterricht an vielen Schulen noch in behelfsmäßigen Klassenzimmern statt. Die DNH finanziert Zeltplanen und Wellblech zur Errichtung dieser Provisorien.
Als weitere Massnahme wird es in den von der DNH betreuten Schulen in den Erdbebengebieten bis zur Ernte im Herbst eine von der DNH finanzierte Schulspeisung geben. Organisiert wird sie jeweils von den Müttergruppen. Unser Team teilt zur Zeit die benötigten Kochutensilien aus. Mit dieser Maßnahme wollen wir die vom Erdbeben betroffenen Familien entlasten, damit sie sich auf die Feldarbeit und die Reparatur ihrer Häuser konzentrieren können.

 

Behelfsmäßige Klassenzimmer
Schulspeisung

26.05.15 | Herzlichen Dank für Ihre großzügige Unterstützung

Vor einem Monat war das große Erdbeben, das Nepal viel Leid und die Menschen in existentielle Nöte gebracht hat. Der materielle Schaden ist enorm.

Wir haben als DNH mit Lieferungen von Lebensmitteln, Zelten, Planen und Medikamenten die erste Not gelindert. Zurzeit sind wir dabei, den Schulbetrieb in den von uns betreuten und zu einem Großteil zerstörten Schulen behelfsmäßig wieder aufzunehmen und den Wiederaufbau von mindestens 20 Schulen zu planen.

Dies können wir nur tun dank Ihrer großzügigen Spenden und einer überwältigenden Welle an Hilfsbereitschaft. Neben den zahlreichen großen und kleinen Spenden sind es viele Ideen und Aktionen, mit denen Sie Ihre Verbundenheit mit Nepal und der Arbeit der DNH zeigen: Benefizkonzerte, Diavorträge, Spendenaufrufe in Firmen, im Freundeskreis, Aktionen in Schulen.....

Für all das danken wir im Namen Nepals ganz herzlich. Ihr Engagement ist unserem Team in Nepal und hier in Deutschland Ansporn und Verpflichtung, Ihre Spenden effizient einzusetzen.

Unser Hauptaugenmerk wird in den nächsten Monaten im Aufbau der schulischen Infrastruktur liegen. Dafür brauchen wir einen langen finanziellen Atem. Deshalb setzen wir auch langfristig auf Ihre Solidarität.

22.05.15 | Dorf vom Erdbeben plattgemacht - DNH Volontärin wurde Augenzeugin

Amrei Vogel war gerade als DNH Volontärin an unserer Schule in Badalgaon im Einsatz, als das große Erdbeben Nepal erschüttete. Sie ist inzwischen wieder wohlbehalten zurück in Deutschland.

Ihr eindrucksvoller undefinedAugenzeugenbericht und Bilder aus Badalgaon

22.05.15 | Unsere Armenapotheke (Dispensary) im Einsatz

Die Schäden an unserem Büro in Kathmandu und in unserer Armenapotheke im Bir Hospital haben sich erfreulicherweise als nicht ganz so gravierend herausgestellt, wie nach dem 2. Erdbeben zunächst befürchtet. Unser Büro ist voll funktionsfähig geblieben.
Vor einigen Tagen konnten wir in unseren bisherigen Räumen der Dispensary den Normalbetrieb wieder aufnehmen. Es bleibt dennoch bei den Plänen, in den Neubauteil des Krankenhauses umzuziehen, sobald wir dort Räume bekommen können.
Über die Tätigkeit im Bir Hospital hinaus versorgt unsere Armenapotheke Health Camps und andere Organisationen kostenlos mit Medikamenten. Die Bilder zeigen ein Health Camp, das zusammen mit Ärzten des Bir Hospital im Kavre Distrikt durchgeführt wurde.

Health Camp in Danuwar
Team im Einsatz

22.05.15 | Planungen für unsere Dorfschulen

Vor allem im Bezirk Sindhupalchowk ist ein Großteil der Schulen und Wohngebäude zerstört oder nicht mehr benutzbar. Unser Team führt zurzeit in allen Bezirken, in denen wir Schulen unterstützen, sogenannte Clustermeetings durch, in denen wir zusammen mit den Schulleitern, Schulmanagementkomitees und Müttergruppen die Wiederaufnahme des Schulunterrichtes konkret planen. Dazu gehört unter anderem die Errichtung einer Behelfsinfrastruktur für die Schulen, z.B. mit großen Zeltplanen, aber auch eine Schulspeisung, die bis zur Erntezeit im Oktober durchgeführt werden soll. Parallel dazu führt Opens external link in new windowECCA auf unsere Initiative und in Kooperation mit uns Wiederaufbaumaßnahmen an den Wohnhäusern durch, wie die Beispielbilder aus Keragari zeigen.

Mindestens 20 von uns betreute Grundschulen müssen komplett neu errichtet werden. Es finden zurzeit intensive Gespräche und Planungen mit nepalesischen und deutschen Architekten statt, wie die Bauten möglichst kostengünstig mit lokalen Baumaterialien und trotzdem erdbebensicher erstellt werden können. Wir wollen keine übereilten Baumaßnahmen starten. Sorgfältige, erdeben- und zukunftssichere Planung und Koordinierung mit den staatlichen Behörden und anderen Hilfsorganisationen gehen vor. Ziel ist es, nach dem Monsun mit Neubauten zu beginnen.

Reparierte Hütte
Wellblechlieferung
Neu errichtete Hütte
Koordination der Verteilung

15.05.15 | Weiterhin schwierige Lage

Nach dem 2. heftigen Erdbeben mit Epizentrum im Bezirk Dolakha, in dem viele unserer Schulen liegen, ist die Lage in den Bergdörfern noch schwieriger geworden. Die Strassenverbindungen dorthin sind zum Teil durch hausgroße Felsen blockiert. Viele Wohngebäude und Schulen, die dem ersten Beben noch einigermassen standhalten konnten, sind jetzt auch zerstört.

Auch das Haus in Kathmandu, in dem unser Büro untergebracht ist, bekommt mit jedem Nachbeben, von denen es immer noch zahlreiche gibt, neue Risse. Unsere Mitarbeiter planen jetzt, unser Büro aus Sicherheitsgründen auf den kleinen Parkplatz vor dem Gebäude zu verlegen.

Unsere Armenapotheke im Birhospital kann unsere bisherigen Räumlichkeiten seit dem großen Nachbeben nicht mehr für den Publikumsverkehr benutzen. Das Medikamentenlager ist jedoch unter Vorsichtsmassnahmen noch benutzbar. Wir haben jetzt die Zusage des Direktors des Birhospital, im neuen Gebäudetrakt neue Räumlichkeiten zu bekommen, so dass wir hoffen, bald wieder den regulären Betrieb aufnehmen zu können. 

Für unsere bisher zugänglichen Dorfschulen sind die Planungen für einen Notbetrieb im Gange. Wir planen auch, den Schülern täglich eine warme Mahlzeit zur Verfügung zu stellen. 

12.05.15 | Erneutes schweres Erdbeben

17 Tage nach dem ersten Großereignis und zahlreichen kleineren Nachbeben ist Nepal erneut von einem heftigen Erdbeben der Stärke 7,2 heimgesucht worden. Nachdem die Menschen gerade begonnen hatten, neuen Mut zu fassen, ist die Verzweiflung zurück.
Das Epizentrum lag nahe der tibetischen Grenze in der Everestregion. Die Bezirke Dolakha und Sindhupalchok, in denen sehr viele unserer Schulen liegen, sind wieder sehr stark betroffen. Hunderte von neuen Erdrutschen blockieren die Strassen. Über das Ausmaß der dazugekommenen neuen Schäden in den Dörfern haben wir noch keinen Überblick.
Unsere Mitarbeiter sind alle unversehrt, ebenso die PIN-Mädchen und ihr Haus, auch unserer Büroinfrastruktur ist erhalten geblieben. Der Gebäudeteil des Bir-Hospitals, in dem sich unsere Armenapotheke befindet, war schon beim ersten Beben in Mitleidenschaft gezogen worden und ist zumindest zunächst nicht mehr benutzbar. Wo und in welcher Form wir die Armenapotheke weiterbetrieben können versuchen wir baldmöglichst zu klären.

Durch die erneuten Schäden ist der Hilfsbedarf weiter gestiegen. Wir bitten Sie daher "Dranzubleiben" und uns weiter zu unterstützen.

undefinedSpendenaufruf

11.05.15 | Erster Überblick über die enormen Schäden

Unsere Mitarbeiter konnten sich jetzt einen Überblick über die von uns geförderten über 40 Schulen und die dazugehörigen Bergdörfer verschaffen. Am schlimmsten ist der Bezirk Sindhupalchowk betroffen. Hier sind über 95% der Wohnhäuser zerstört. Von 16 Schulgebäuden müssen 10 komplett neu errichtet worden, 5 haben starke aber reparierbare Schäden. In Dolakha sind 4 von 11 Schulen nicht mehr zu retten, die anderen bedürfen ausgehnter Reparaturen. Die Zahlen für unsere Schulen in Dhading sind ähnlich, lediglich im Bezirk Kavre sieht es etwas besser aus. Wir prüfen derzeit, welche Baumaßnahmen am sinnvollsten sind.

Unsere Akutmaßnahmen zur Unterstützung der Dorfbevölkerung vor allem in Sindhupalchowk laufen indes weiter. Unsere Mitarbeiter haben 2 Tonnen Reis und andere Lebensmittel verteilt, außerdem Medikamente aus unserer Dispensary. Über 650 Zeltplanen wurden bereits ausgegeben. Große Zeltplanen sind unterwegs, um Behelfsschulen errichten zu können, damit möglichst bald wieder der Unterricht aufgenommen werden kann, was für die traumatisierten Kinder psychologisch sehr wichtig ist und auch eine Erleichterung für die Eltern bringt, die sich dem Aufbau ihrer Häuser und der Feldarbeit widmen müssen.

Dank Ihrer großzügigen Spenden und dem Engagement unserer Mitarbeiter konnten wir bereits sehr viel auf den Weg bringen. Wir werden aber einen langen Atem brauchen und einen anhaltend hohen Finanzbedarf haben. Hier setzen wir weiterhin auf Ihre großzügige Unterstützung.

 

10.05.15 | Viele Dorfschulen zerstört

Täglich erreichen uns Bilder weiterer von uns geförderter Dorfschulen, die teilweise oder vollkommen zerstört sind.

09.05.15 | Bericht unserer Volontärin Amrei Vogel

Amrei ist seit einigen Wochen für die DNH als Volontärin in der Schule in Badalgaon im Einsatz. Auch sie wurde vom Erdbeben überrascht und ist jetzt mit völlig neuen Aufgaben konfrontiert und packt kräftig mit an. Nachfolgend Auszüge aus ihrem neuesten Bericht, der unterstreicht, dass die Hilfen der DNH ankommen, aber weiterhin dringend vonnöten sind.

Ich bin wirklich erstaunt und beeindruckt von der Arbeit von DNH und Opens external link in new windowECCA in den Dörfern. Auch in Badalgaun sind jetzt Selbsthilfe-Kits angekommen und es kam nochmal eine privat organisierte Gruppe mit Reis, Öl und Fleece-Decken, aber nur in den Teil des Dorfes, wo ich wohne. Das Dorf ist ja so groß und die private Hilfe wird nicht über alle Teile verteilt. Gestern war ich mit den Lehrern nochmal unterwegs, weil sie die konkreten Zustände der Häuser notiert haben, wo Schüler wohnen. Teilweise haben sich die Familien gute Hütten gebaut, manche aber sind anscheinend sehr auf die Hilfe von außen angewiesen, denn sie haben nur Zelte aus Bambus und den gespendeten Planen. 

 Viele Grüße und Danke für die Hilfe für die Menschen! Amrei

 

05.05.15 | Ihre Spende kommt an

In den Medien kursieren Meldungen, dass 40% der Geldspenden aus dem Ausland automatisch in den staatlichen Erdbebenfonds fließen.

Wir können Ihnen versichern, dass dies für die DNH nicht zutrifft. Wie durch eine Verlautbarung der Nepalesischen Staatsbank und ein Schreiben des nepalesischen Premierministers, das der Deutschen Botschaft in Kathmandu vorliegt, offiziell bestätigt wird, sind bereits vorhandene Konten und bereits registrierte INGO´s (Internat. Nichtregierungsorganisationen) und ihre Projekte davon nicht betroffen. Unser Büro in Kathmandu hat weiterhin uneingeschränkt Zugriff auf alle unsere Konten.
Ihre Spende kommt also 1:1 bei unseren Projekten in Nepal an.

 

04.05.15 | Alle unsere Mitarbeiter sind im Einsatz

Schon jetzt ebbt die Berichterstattung in den hiesigen Medien merklich ab. Was sich letztlich festsetzt, ist der Eindruck, dass die Regierung und Verwaltung nicht Herr der Lage ist, und bei uns die Gewissheit, dass die Bevölkerung in den am stärksten betroffenen Gebieten auf sich alleine gestellt bleibt. Sie müssen die Folgen allein bewältigen und den Wiederaufbau in Gang setzen bei für diese Zeit ungewöhnlich widrigen Wetterverhältnissen.

Die Soforthilfe der DNH ist schnell angelaufen. Alle unsere Mitarbeiter sind im Einsatz und bringen notwendige Güter wie Planen und Zelte, Rationen und Arznei mit unserem eigenen Jeep in auch sehr abgelegene Dörfer, wie die Fotos ihrer Einsätze dokumentieren. Unterstützt werden sie von Mitarbeitern und jugendlichen Freiwilligen von Opens external link in new windowECCA, einer angesehenen lokalen Organisation, mit der wir schon seit über einem Jahrzehnt vertrauensvoll und erfolgreich zusammenarbeiten.

Gleichzeitig vervollständigen wir unsere Übersicht über das konkrete Ausmaß der Zerstörungen an der schulischen Infrastruktur, den sanitären Einrichtungen und der Wasserversorgung sowie den Schäden an den Wohnhäusern. Das wird noch einige Tage in Anspruch nehmen, weil uns zu einigen Dörfern noch der Kontakt fehlt, uns aber dann in die Lage versetzen, gezielt finanzielle Mittel für den Wiederaufbau bereit zustellen. Eines ist klar. Es werden große Summen benötigt, da die materiellen Schäden enorm sind. Schon jetzt bedanken wir uns für Ihre Hilfsbereitschaft und bitten Sie, in Ihren Kreisen und Netzwerken weiter für die Menschen in Nepal einzustehen und Spenden zu organisieren. Wie uns von offizieller Seite versichert wurde, wird von unseren Eingängen auf das Konto in Nepal qua Verordnung nichts abgezweigt und steht uns selbstverständlich ungeschmälert für die Hilfsmaßnahmen zur Verfügung.

01.05.15 | DNH-Team unterwegs in unsere Dorfschulen

Zeltverteilung
Das Elternhaus von Thakur Prasad Paudel

Unsere DNH-Mitarbeiter sind unterwegs in die Berge, um eine konkrete Bestandsaufnahme von möglichst vielen der von uns geförderten 47 Schulen und der dazugehörigen Dörfer zu machen. Gleichzeitig verteilen sie dort Zelte und Zeltplanen, um Schutz vor den Regenfällen zu bieten. Im Gepäck haben sie auch Notfallmedizin unserer Dispensary. Das Bild des Elternhauses von Thakur Prasad Paudel, unseres MGML-Beauftragten, zeigt beispielhaft das Ausmaß der Zerstörungen in den Bergdörfern.

Wir werden einen riesigen Finanzbedarf haben, um zunächst die größte Not zu lindern und dann später beim Wiederaufbau zu helfen.

Unterstützen Sie uns dabei durch Ihre Opens internal link in current windowSpende

01.05.15 | Dialyseinfrastruktur weitgehend intakt geblieben

Neben den erschütternden Nachrichten darf an dieser Stelle einmal etwas Positives vermeldet werden.
Engagierte Nepalfreunde aus Deutschland und DNH-Mitglieder hatten in den letzten Jahren wesentlich zum Auf- und Ausbau der Infrastruktur zur Versorgung nierenkranker Patienten in Nepal beigetragen. Die Dialysestationen sind weitgehend intakt geblieben und arbeiten zur Zeit fast rund um die Uhr, um die chronisch dialysepflichtigen Patienten weiter zu versorgen und damit ihr Überleben zu sichern. Wie bei jedem schweren Erdbeben wurden auch jetzt Verschüttete geborgen, die ein lebensbedrohliches akutes Nierenversagen entwickelten und nur durch eine Dialysetherapie gerettet werden können.

30.04.15 | Große Schäden in den Bergdörfern

Unser Büro und unsere Mitarbeiter haben ihre Arbeit voll aufgenommen. Die Kommunikation mit unseren Mitarbeitern klappt jetzt problemlos, so dass wir einen zunehmend detaillierteren Überblick über das Ausmass der Schäden bekommen. Zu unseren ca. 40 Partnerschulen in den entlegenen Bergregionen konnten wir bisher nur teilweise Kontakt aufnehmen.

- im Kavredistrikt bei Dhulikhel sind die meisten Lehmhäuser kollabiert. Unsere Schulen in Badalgaon, Keragari und Lamidanda sind bis auf kleinere Schäden intakt. Der Rohbau des Margarete-Müller-Bull-Trainingscenter ist intakt und dient als Notunterkunft für die Dorfbevölkerung.

- in Dolakha sind viele unserer Partnerschulen zerstört

- dasselbe gilt leider für den Bezirk Sindhupalchowk.

- in Katunje, in der Nähe des Epizentrums bei Gorkha sind die Schäden besonders groß. Kaum ein Haus steht noch. Die von uns errichtete und unbeschädigt gebliebene Shantikali-Schule ist eine wichtige Notunterkunft.

- im Bezirk Dhading sind die Schäden ebenfalls erheblich. Die von uns errichtete Schule in Lilakali ist ebenfalls zerstört trotz stabiler Bauweise, wahrscheinlich als Folge der exponierten Hanglage.

- unsere Schule im Terai ist nicht betroffen.

Als Soforthilfemaßnahme bringen wir seit heute in Zusammenarbeit mit der Umweltorganisation ECCA, mit der wir seit vielen Jahren erfolgreich zusammenarbeiten, Zelte und Medikamente aus unserer Dispensary in die am meisten betroffenen Regionen. Pro Tag können wir so 100 - 150 Zelte aufstellen. Zunächst stehen uns 600 Zelte zur Verfügung.

Es zeichnet sich ein riesiger Finanzbedarf ab für die Wiedererrichtung der schulischen Infrastruktur.

28.04.15 | Informationen über die DNH-Projekte

PIN-Haus unversehrt

Die Kommunikation mit Nepal ist nach wie vor sehr erschwert, da es in weiten Teilen Kathmandus und des Landes keinen Strom gibt. Das Handynetz ist überlastet.
Ein stichwortartiger Lagebericht aufgrund von Informationen, die uns heute erreicht haben: 
- Alle Mitarbeiter einschließlich ihrer Familien sind weiterhin wohlauf, einige haben aber ihre feste Bleibe verloren.
- Das PIN-Haus ist nahezu unversehrt, allen Mädchen geht es gut.
- Die Infrastruktur der Dispensary ist weiterhin intakt. Die Medikamentenvorräte in Nepal sind aber weitgehend erschöpft, so dass uns hier derzeit noch die Hände gebunden sind.
- Die von uns errichteten Schulbauten sind weitgehend unversehrt geblieben.
- Zu den entlegenen Bergschulen in Sindhapulchowk und Dolakha konnten wir noch keinen Kontakt aufnehmen. Chandra, unser Bildungsbeauftragter, ist auf dem Weg dorthin.

26.04.15 | Spendenaufruf

Die Opfer sind noch nicht gezählt, das Ausmaß der Zerstörungen nicht absehbar. Hilfe tut Not. Und Zeit bedeutet in diesem Fall Leben. Deshalb sind zuerst die großen Hilfsorganisationen gefragt, die über die Erfahrung und nötige Logistik bei einer solchen Naturkatastrophe verfügen.

Wir als DNH wollen und können auch helfen, vor allem indem wir über unsere Armenapotheke im Bir-Hospital in Kathmandu Patienten mit dringend benötigten Medikamenten und Verbandsstoffen versorgen. In den von uns geförderten 47 Schulen und Dörfern, die fast alle im Erdbebengebiet liegen, rechnen wir mit erheblichen Schäden.

Um helfen zu können, benötigen wir Ihre finanzielle Unterstützung!

(Von Sachspenden bitten wir Abstand zu nehmen, da wir nicht die logistischen Strukturen haben, um diese nach Nepal zu bringen)

undefinedSpendenaufruf
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Opens internal link in current windowSpendenkonto 

26.04.15 | Dispensary

Unser Team der Armenapotheke im Bir-Hospital hat seine Arbeit aufgenommen. Das Bir-Hospital als größtes Krankenhaus in Kathmandu ist erfreulicherweise intakt geblieben und bemüht sich, die Flut an schwerverletzten Patienten zu bewältigen. Unsere Mitarbeiter der Dispensary helfen mit der Bereitstellung von Medikamenten und Verbandsmaterial, so gut sie können.
Der Medikamentenetat und der DNH-Fonds für bedürftige Patienten wurden aufgestockt.

25.04.15 | Erdbeben im Himalaya

Was seit vielen Jahren befürchtet wurde, ist eingetreten. Ein verheerendes Erdbeben der Stärke 7,8 mit Epizentrum ca. 80 km nordwestlich von Kathmandu hat Nepal heimgesucht. Es sind viele hundert Todesopfer zu beklagen. Die Kommunikation nach Nepal ist schwierig, da ein Großteil der Telefon- und Internetverbindungen zusammengebrochen ist.

Wir konnten erfreulicherweise in Erfahrung bringen, dass alle DNH-Mitarbeiter wohlbehalten sind. Auch unsere Mädchen im PIN-Haus in Kathmandu sind alle wohlauf. Ihr Haus hat das Erdbeben überstanden. Die von uns unterstützten Schulen sind heute am Samstag glücklicherweise alle geschlossen gewesen.

Wir werden Sie auf dieser Seite so zeitnah wie möglich über die aktuelle, die DNH und ihre Projekte betreffende Entwicklung auf dem Laufenden halten.

© 2017 DNH Deutsch-Nepalische Hilfsgemeinschaft e. V. - Birgit Kern WEBDESIGN